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Cortona
D.O.C.
Cortona, die kleine hoch auf
dem Hügel gelegene Stadt, deren Abhänge grünend
mit Olivenbäumen, Zypressen und Weinbergen sind, bietet
ihren Besuchern eine herrliche Aussicht auf dem darunter liegenden
Tal, der Valdichiana, einer fruchtbaren Ebene die am Horizont
von sanften Hügeln und der Weite des Trasimenischer Sees
abgegrenzt ist.
Der von Vergil erzählten Legende nach, wurde Cortona
vor 2500 Jahren von sagenhaften Dardanus gegründet und
hat an uns seit jener Zeit wichtige Zeugnisse von großem
historischen, kulturellen und künstlerischen Interesse
verschenkt. Cortona war zu Zeiten der Etruskischen ein Stadtstaat
und wurde in der Renaissance - und Barockzeit zur Wiege der
Kunst indem sie außergewöhnliche Künstler
wie Beato Angelico, Pietro da Cortona und später Gino
Severini zu Gast hatte. Außerdem war das Gebiet immer
wieder sehr tätig im Bereich des Weinbaues.
Die Tradition und die historische Kentnisse
leiten die Enstehung des Weinbaues im Cortona-Gebiet aus etruskischen
Zeiten her, wo die Rebe dank dem milden Klima gepflanzt wurde
mit der so genannten "lebendigen Abstützungtechnik",
die diesen neuen Anbau mit anderen Baumkulturen zusammensetzte.
Stellen viele Amphoren und Töpfe der etruskischen Grabkunst
dar, die bis zu unseren Tage gelangten, Menschen in dem Augenblick
als sie Wein trinken. Dieselben Amphoren könnten einiger
Studien nach Wein enthalten haben.
Schriftliche Zeugnisse des jüngeren Plinius berichten
detailliert über die ausgezeichneten Weine der Toskana
und preisen besonders einen im Cortona-Gebiet produzierten
Wein, den "Estesiaca".
  
Es
gab dann in der Weinherstellung des Valdichiana eine lange
Pause, als das ganze Tal zu ungesundem Sumpf wurde, dessen
Urbarmachung erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
ihre Früchte brachte. Zu jener Zeit wurden diese Weine
besonders von Papst Paulus III gelobt, der bei seinen Aufenthälten
in Perugia Wein für seine Bankette aus Cortona schiken
ließ, wie ein in der Bibilioteca Civica von Ferrara
verwahrtes Scriftstück von seinem Kellermeister Sante
Lancerio wiedergibt. Die napoleonische Okkupation im frühen
19. Jahrhundert verursachte die Verbreitung im Gebiet von
internationalen Reben, besonders mit Hilfe vom Großherzog
der Toskana, der bekanntlich ein Xenophile war. Zur Zeit behauptet
Önologe De Astis, dass der Bianco Vergine della Valdichiana
nach Frankreich von Champagne-Produzenten importiert werde,
da er sich besonders zur Vorbereitung des Schaumweines eignete,
als die französische Rebe an der Reblaus leidete. Die
Dokumente im Vegni Institut berichten über die Export
nach Schweiz von hunderten Liter dieses Wein.
Angesichts
der Vielfalt seiner Weine eignet sich der Cortona für
eine reiche Auswahl von lokalen Gerichten: Nudeln und Suppen,
Fleisch, Wild und, natürlich, mit seinem "Vinsanto",
Desserts. Das Produktionsgebiet des Cortona DOC enthält
alle mit hochwertigen Rebsorten angebaute Boden der Gemeinde.
Der Weinanbau wird nur über 250 Meter über dem Meeresspiegel
erlaubt.
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